Amerikanische Besatzungszone


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Amerikanische Besatzungszone ab 21. Januar 1947
Besatzungszonen in Österreich

Die Amerikanische Besatzungszone (oder Südostzone) war eine der vier Besatzungszonen, in die Deutschland wie auch Österreich von den alliierten Siegermächten im Juli 1945 eingeteilt wurden.

Inhaltsverzeichnis

Die Amerikanische Besatzungszone in Deutschland

Sie umfasste zum einen Bayern einschließlich der thüringischen Exklave Ostheim, ausschließlich des Kreises Lindau und der Pfalz.

Außerdem war Kurhessen und Nassau (ausschließlich der zugehörigen Exklaven und der Kreise Oberwesterwald, Unterwesterwald, Unterlahn und Sankt Goarshausen) sowie Hessen-Starkenburg, Oberhessen und der östlich des Rheines gelegenen Teil von Rheinhessen (Grenze war die Mitte der Schiffahrtsrinne des Rheins) amerikanisch besetzt.

Schließlich gehörten die nördlich der Reichsautobahn Karlsruhe-Ulm, die heutige A8, gelegenen Kreise von Württemberg und Baden zur amerikanischen Besatzungszone. Dabei handelte es sich um die Stadtkreise Stuttgart, Heilbronn und Ulm sowie die Landkreise Aalen, Backnang, Böblingen, Crailsheim, Esslingen, Schwäbisch Gmünd, Göppingen, Schwäbisch Hall, Heidenheim, Heilbronn, Künzelsau, Leonberg, Ludwigsburg, Mergentheim, Nürtingen, Öhringen, Ulm, Vaihingen, Waiblingen in Württemberg sowie die Stadtkreise Karlsruhe, Heidelberg, Mannheim und Pforzheim und die Landkreise Bruchsal, Buchen, Heidelberg, Karlsruhe, Mannheim, Mosbach, Pforzheim, Sinsheim und Tauberbischofsheim in Baden.

Zusätzlich waren Bremen und Bremerhaven als Versorgungshäfen Bestandteil der Zone. Der südliche Teil Groß-Berlins (Bezirke Zehlendorf, Steglitz, Schöneberg, Kreuzberg, Tempelhof, Neukölln) unterstand als amerikanischer Sektor ebenfalls der US-Militärverwaltung (siehe Viersektorenstadt).

Im Wanfrieder Abkommen wurden Ortschaften an der Werra mit der sowjetischen Besatzungszone getauscht, um die Bahnstrecke Bebra–Göttingen durchgehend nutzen zu können, damit gelangte ein Teil des Eichsfelds in diese Zone und später nach Hessen.

Aus dieser Zone bildete die Militärregierung der Vereinigten Staaten 1945 bzw. 1946 die Länder Bayern, Württemberg-Baden, Hessen und Bremen, die am 23. Mai 1949 Bestandteil der Bundesrepublik Deutschland wurden.

Am 5. März 1946 tritt in der amerikanischen Besatzungszone das Gesetz zur Befreiung von Nationalsozialismus und Militarismus in Kraft – und wird zum Vorbild für die Entnazifizierung in den übrigen westlichen Zonen: Alle Deutschen über 18 Jahren müssen in Fragebögen über ihre Funktion im nationalsozialistischen Deutschland Auskunft geben.[1]

1952 fusionierte das Land Württemberg-Baden mit den von der französischen Militärregierung gebildeten Ländern Baden und Württemberg-Hohenzollern zum Land Baden-Württemberg.

Militärgouverneure

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Dwight D. Eisenhower Oberbefehlshaber über die amerikanischen Besatzungstruppen in Deutschland und übernahm auch das Amt des Militärgouverneurs in der amerikanischen Zone (→ Alliierter Kontrollrat).

Nachfolger wird 1947 Lucius D. Clay. Ihm folgen 1949 in der BRFD die Hohen Kommissare für die USA nach.

Die Amerikanische Besatzungszone in Österreich

Siehe: Besetztes Nachkriegsösterreich

Quellen

  1. 60 Jahre DIE ZEIT, Zeitgeschichte 1946–2006, 1. Teil: 1946–1966, S. 4






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