
Der Amtliche Gemeindeschlüssel (AGS), früher auch Amtliche Gemeindekennzahl (GKZ) oder Gemeindekennziffer, ist eine Ziffernfolge zur Identifizierung politisch selbständiger Gemeinden oder gemeindefreier Gebiete.
Andere Nomenklaturen zur Abgrenzung von Gebieten sind beispielsweise die Postleitzahl oder der NUTS-Code. Im Marketing werden auch Nielsengebiete verwendet.
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In Deutschland dient der Gemeindeschlüssel vor allem statistischen Zwecken und wird von den Statistischen Ämtern der einzelnen Bundesländer einheitlich vergeben.
Der Gemeindeschlüssel ist z. B. beim Wohnungswechsel auf der Abmeldung bzw. Anmeldung anzugeben. Er wird jedoch i. d. R. vom jeweiligen Einwohnermeldeamt im Rathaus eingetragen.
Der Gemeindeschlüssel besteht aus insgesamt 8 Ziffern, die sich wie folgt zusammensetzen:
Beispiele:
08 1 11 000 = Stuttgart
03 2 54 021 = Hildesheim
12 0 64 340 = Neuhardenberg
In Bayern werden durch (angehängte) Teilgemeindekennziffern die Teilorte, Ortsteile oder Stadtteile einer Gemeinde kennzeichnet. Die Zählung erfolgt in der Regel alphabetisch. Beispiel:
Die Zählung erfolgt von Norden nach Süden (Nr. 01-09), in chronologischer Zugehörigkeit zur Bundesrepublik Deutschland (Nr. 10) und alphabetischer Reihenfolge (Nr. 11-16)
Der österreichische Gemeindeschlüssel, teils auch als ÖSTAT-Nr. bezeichnet, besteht aus insgesamt 5 Ziffern, die sich wie folgt zusammensetzen:
Die erste Ziffer bezeichnet das Bundesland (in alphabetischer Reihenfolge), die 2. und 3. Ziffer bezeichnen den Bezirk und die 4. und 5. Ziffer bezeichnen die Gemeinde.
Beispiele:
3 25 21 = Rappottenstein
9 07 01 = Wien - Neubau
Das Schweizer Pendant zum Gemeindeschlüssel ist die Gemeindenummer.
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