
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Direktionsbezirk: | Chemnitz | |
| Landkreis: | Vogtlandkreis | |
| Höhe: | 546 m ü. NN | |
| Fläche: | 19,72 km² | |
| Einwohner: | 3953 (31. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 200 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 08645 | |
| Vorwahl: | 037437 | |
| Kfz-Kennzeichen: | V | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 5 23 040 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Kirchplatz 1 08645 Bad Elster |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Christoph Flämig | |
Bad Elster ist ein Kurort im sächsischen Vogtlandkreis. Die Stadt ist eines der ältesten Moorheilbäder Deutschlands und liegt im Dreiländereck zwischen Tschechien, Bayern und Sachsen in der Nähe von Plauen und Hof. Sie gehört der grenzüberschreitenden Mikroregion Freunde im Herzen Europas an.
Der im oberen Tal der Weißen Elster liegende Ort ist von höheren waldreichen Bergen umgeben, die vor extremen Temperaturschwankungen schützen.
Inhaltsverzeichnis |
Die Reste einer etwa zwei km nordwestlich des Ortes Elster gelegenen Ringwallanlage (das sog. Alte Schloss), die vermutlich aus der Zeit um 1100 stammt, zeigen, dass schon lange vor der ersten urkundlichen Erwähnung des Ortes im Jahre 1324 hier Menschen siedelten.
1412 wird ein Rittergut erwähnt, das durch Kauf an die Familie von Zedtwitz kommt und bis zum Jahr 1800 im Besitz dieses Adelsgeschlechts bleibt.
1533 wurde in Adorf und der Filialkirche Elster die Reformation eingeführt und 1540 der erste evangelische Pfarrer in Elster ordiniert.
Die heilende Wirkung der im Tal der Elster entspringenden Quelle (damals als Säuerling bezeichnet, die heutige Moritzquelle) wurde schon früh erkannt. Georg Leisner, damaliger Plauener Stadtphysikus und Leibarzt des damaligen Landesherrn Herzogs Moritz von Sachsen-Zeitz schreibt 1669, dass „seit undenklichen Zeiten“ nicht nur die Bewohner von Elster dieses Wasser benutzen, sondern dass die Leute sogar aus Adorf kommen und es nach Hause tragen. Auch sei es von ihm „bey vielen unterschiedlichen Patienten mit Nuzen ... gebrauchet worden“.
Berühmtester Gast des Ortes war Johann Wolfgang von Goethe, der im Jahr 1795 nach Elster kam und in seinem Werk Hermann und Dorothea die Elsteraner Quelle erwähnt.
Erst 1851 wird Elster eine selbstständige Pfarrei. 1892 kann die neugotische St. Trinitatiskirche eingeweiht werden. Die alte St. Peter und Paul Kirche wird abgerissen.
Elster wurde 1848 zum Königlich-Sächsischen Staatsbad erhoben, womit auch die Zahl der Badegäste schnell anstieg. 1848: 129; 1850: 378, 1860: 1.750, 1870: 2450, 1890: 5870, 1900: 8900, 1990: 15.600.
Seit 1875 trägt der Ort den Namen Bad Elster und hat seit 1935 die Stadtrechte. 1880 wurde das Bademuseum Bad Elster als erstes Museum der Stadt und des Vogtlands eröffnet.
Ortsteile von Bad Elster sind Sohl und Mühlhausen.
Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1964 31. Dezember):
In der Legislaturperiode 2004-09 wird der Bürgermeister von den Freien Wählern gestellt. Die Sitzverteilung im Stadtrat ist folgende:
"In Gold eine natürliche Elster auf drei grünen Hügeln; aus dem mittleren bricht eine silberne Quelle hervor, deren Wasser sich im Schildfluss sammelt."
Die wichtigsten Gebäude Bad Elsters entstanden gegen Ende des 19. Jahrhunderts.
Haupterwerbszweig für Bad Elster ist der Tourismus, vor allem für Rehabilitationskuren in insgesamt sieben Kliniken. Im Jahr 2005 gab es im Ort 35 Beherbergungsstätten, die insgesamt 2400 Betten anboten. Bei knapp 40 000 Übernachtungsgästen wurden im Lauf dieses Jahres rund 540 000 Übernachtungen gezählt.
Der Ort liegt nahe der Bundesstraße B 92, allerdings ohne dem Durchgangsverkehr ausgesetzt zu sein.
Zwei Grenzübergänge nach Tschechien stehen zur Verfügung. Am 30. Juni 2008 wurde der neu ausgebaute Straßenübergang nach Rossbach-Pfannenstiel (Hranice-Krásnany) von Fussgänger auf Fahrzeuge bis 3,5 t aufgestuft. Am 1. September 2008 wurde nach Sanierung der Fahrbahn der Übergang nach Aš-Doubrava (Asch-Grün) für Pkw freigegeben [2].
Der Bahnhof von Bad Elster an der Bahnstrecke Plauen–Eger liegt etwa 2,5 km vom Hauptort entfernt am Rande des Ortsteils Mühlhausen und wird im 2-Stunden-Takt von Zügen der Vogtlandbahn angefahren.
Bad Elster besitzt eine Grund- und eine Mittelschule. Die private medizinische Berufsfachschule Bad Elster, die zu den größten Deutschlands gehört, bildet z.B. zum Masseur und medizinischen Bademeister, Ergotherapeuten, Medizinischen Dokumentationsassistenten oder Physiotherapeuten aus.
Eine in Bad Elster beheimatete Abteilung des Umweltbundesamts befasst sich mit den Fachgebieten Trink- und Badebeckenwasserhygiene, Wasseraufbereitung sowie der Toxikologie des Trink- und Badebeckenwassers. Das Institut ging aus dem Forschungsbereich „Trinkwasser“ des ehemaligen Forschungsinstitutes für Hygiene und Mikrobiologie der DDR hervor. Von der Weltgesundheitsorganisation wird es als WHO Collaboration Centre for Research on Drinking Water Hygiene geführt.
Das vom Freistaat Sachsen betriebene Institut für Balneologie und Kurortkunde wurde mit Ende des Jahres 2006 geschlossen. Es war die einzige staatliche Forschungseinrichtung dieser Art in Deutschland.
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