
Die Thalia-Buchhäuser sind ein 1919 in Hamburg gegründeter Buchhandelskonzern. Thalia ist die zweitgrößte deutsche Buchhandelskette, nach dem Zusammenschluss von Hugendubel, Weltbild, Wohlthat, Schmorl und von Seefeld, Buch Habel, Jokers! und Weiland zur Buchhandelsholding DBH.
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Gesellschafter der Thalia Holding GmbH sind die Buch & Medien GmbH zu 75 % und die Könnecke-Beteiligungs-GmbH zu 25 %. Die Buch & Medien GmbH befindet sich zu 100 % im Eigentum der Douglas Holding AG. Gesellschafter der Könnecke-Beteiligungs-GmbH sind Mitglieder der Familie Könnecke, die 1931 das Unternehmen Thalia erworben hatte. Die Thalia Holding GmbH ist Dachgesellschaft für mehrere Buchhandels- und Servicegesellschaften (Stand: Anfang 2006). Das Unternehmen Thalia ist im Rahmen seiner Multi-Channel-Strategie auch mit 34,5 % am deutschen Online-Buchhändler buch.de internetstores AG beteiligt. Ab 2008 sind Michael Wetzel und Tom Kirsch neue Geschäftsführer der Thalia Service GmbH.
Mit Stand 1. Januar 2007 umfasst die Thalia-Gruppe 222 Buchhandlungen, davon 44 in Österreich und der Schweiz (Jäggi, Stauffacher, ZAP). Das Unternehmen beschäftigte per 30. September 2006 über 3500 Mitarbeiter, bei einem Jahresumsatz von insgesamt 550 Millionen Euro, davon 142,5 Millionen Euro in Österreich und der Schweiz.
Zu Jahresbeginn 2006 hatte Thalia als Marktführer im deutschsprachigen Raum einen Marktanteil von knapp 7 Prozent. Nach der Vereinigung der Hugendubel-Buchhäuser mit den über 350 Verkaufsstellen der Verlagsgruppe Weltbild ist Thalia auf den zweiten Platz hinter dem dadurch neugebildeten Buchhandelskonzern DBH zurückgefallen.
Zwecks einheitlichem Markenauftritt firmieren seit September 2005 die österreichischen Thalia-Erwerbungen unter Thalia.at und die schweizerische Jäggi-Gruppe unter Thalia.ch. Im österreichischen Linz befindet sich seitdem die größte Buchhandlung der gesamten Thalia-Gruppe.
| Mitarbeiter | Filialen | Umsatz in Mio. € |
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Die Douglas Holding strebt für die Thalia-Gruppe durch aggressive Expansionspolitik mit Neueröffnungen im Monatsrhythmus und Übernahmen von Großbuchhandlungen und Buchhandelsketten eine Marktbeherrschung auf dem bisher mittelständisch geprägten Buchhandelsmarkt an. Selbsterklärtes Ziel der Thalia-Gruppe ist es, ihren Marktanteil in Deutschland mittelfristig mehr als zu verdoppeln.[1] [2]
Durch ihre Expansionspolitik gerät die Buchhandelskette Thalia verstärkt in die Kritik, da befürchtet wird, dass die zentrale Einkaufsmacht die Vertriebskonditionen der Verlage unter Druck setzt. Größere Verlage würden sich dies zwar möglicherweise leisten können, kleinere jedoch müssten auf die Listung im Warensortiment der Buchhandelskette verzichten. Auf weitgehendes Unverständnis stieß auch in diesen Zusammenhängen der „Vorschlag“ Thalias 2006, die Verlage mögen sich finanziell am Ausbau und der Einrichtung neuer Firmenfilialen beteiligen.[3][4]
Ein weiterer Kritikpunkt sind Versuche Thalias, durch Angriffe auf die Buchpreisbindung auch die Margen der kleineren verbleibenden Buchhandlungen zu drücken und diese so aus dem Markt zu drängen.[5][6] Bemerkenswert dabei ist, dass inzwischen größere Zukäufe der Thalia-Buchhandelsgruppe unter Vorbehalt der Zustimmung des Bundeskartellamtes stehen.
Auch örtlich sind Widerstände gegen die Expansion spürbar. So beabsichtigt Thalia in Bonn, im Metropol-Kino unter Umgehung des Denkmalschutzes eine weitere Filiale in der Innenstadt einzurichten. Ein Mietvertrag mit dem Eigentümer ist geschlossen, ein Bürgerbegehren gegen eine dem Denkmalschutz widersprechende Nutzung kann die beabsichtigte Filialeröffnung jedoch verhindern.[7][8][9]
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